01:30 - 21.11.2017
Home
Bilder
Segelfliegen
MAC
PC
Zeug
Kontakt
Vergleich zwischen iMac und PC
17.05.2007


Apple hat mit dem Vorurteil zu kämpfen, die Rechner wären teurer im Vergleich zu "normalen" PCs. Seit im Mac nun Intel CPUs im Einsatz sind, sind sie allerdings direkt vergleichbar mit den Rechnern anderer Hersteller. Ich möchte in diesem Artikel einen kleinen Vergleich zwischen dem iMac 17', einem Dell Dimension E520 und einem Selbstbau-Rechner anstellen und die Kosten vergleichen. Alle drei Rechner spielen dabei in derselben Leistungsliga. Analog könnte man einen Vergleich zwischen dem 20' oder dem 24' iMac anstellen - das Ergebnis wird mehr oder weniger gleich ausfallen.

Es kann sich nämlich durchaus lohnen einen Apple Rechner zu kaufen, ohne OS X als primäres System zu nutzen. Spätestens wenn BootCamp in einer Finalen Version erscheint kann das auch für Firmen interessant sein. Für Apple Rechner spricht schließlich einiges: Zunächst fällt ein, von den grauen "Stangen-PCs", stark abweichendes Design auf, wobei man sich über Geschmack natürlich streiten kann. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Qualität der verbauten Hardwarekomponenten und der Gehäuse. Apple verwendet durchgängig hochwertige Komponenten, auch z. B. die Belüftung und Kühlung der Hardware ist ausreichend Dimensioniert, was bei Aldi-Rechnern oder anderen Konsumer-PCs nicht immer der Fall ist (vgl. z. B. c't 09/2007 S. 68 ff. "Deutschland-PC 9"). Auch aus diesem Grund ziehe ich zum Vergleich keinen billig Rechner von Medion oder FSC heran, sondern einen Dell. Als Vergleich wären auch Rechner von z. B. IBM oder HP in Frage gekommen.

Ich möchte hier deutlich hervorheben, das solche Rechner weniger für den Pfennigfuchsenden Privatanwender denn für den längerfristig denkenden und planenden Firmenanwender konzipiert sind. Dass es Rechner mit annähernd gleicher Performance auch für viel weniger Geld gibt ist mir bekannt.

Hier liegt auch der Grund, warum ich die Preise beim Selbstbau-Rechner eher hoch angesetzt habe: Für das Netzteil habe ich 55€ veranschlagt, obwohl es ausreichend Leistung auch für weniger Geld gibt. Allerdings sind hier oft qualitativ schlechtere Komponenten verbaut und die Lüfter laut. Das Selbe gilt für das Gehäuse - hier habe ich einen hohen Preis, 90€, veranschlagt. Midi-Tower gibt es auch für ein drittel dieses Preises, allerdings sind oft nicht ausreichen Belüftungsmöglichkeiten vorhanden und die Verarbeitungsqualität ist in dieser Preisklasse sehr schlecht. Die anderen Preise entsprechen den im iMac enthalten Komponenten und bilden einen Schnitt der auf Preisvergleichsseiten angegebenen Preise.

iMac 17' Dell Dimension E520 Selbstbau
CPU 2 Ghz Core 2 Duo 2,13 Ghz Core 2 Duo  180,00  €
RAM 1Gb SO-DIMM 667 1Gb  150,00  €
GraKa ATI R. X1600 128mb ATI R. X1300 256mb  85,00  €
NIC Intel Gbit 100MBit  onBoard
WLAN 54MBit -  -
BT 2.0+EDR -  -
HDD 160Gb 250Gb  80,00  €
Opt. LW 8x Dual Layer DVDR 16x Dual Layer Brenner  39,00  €
Display 17' 1440x900 17' 1280x1024  220,00  €
Fernbedienung AppleRemote -  -
Kamera iSight -  -
USB x x  x
FW400 x -  x
Gehäuse komplett x  90,00  €
Netzteil intern intern  55,00  €
Tastatur/Maus x x  50,00  €
Mainboard x x  70,00  €
 1.199,00  €  904,80  €  1.019,00  €

Der Vergleich zeigt, dass der Apple-Rechner rund 200-300€ teurer ist als die beiden Vergleichsrechner. Allerdings sind folgende Punkte in diese Bewertung noch nicht mit einbezogen:

  • Der iMac vereint Rechner und Monitor in einem Gehäuse. Das spart nicht nur sehr viel Platz unter dem Schreibtisch sondern reduziert auch den Kabelsalat auf ein Minimum. Hat man BlueTooth Tastatur/Maus und Netzwerk über WLAN bleibt nur noch das Stromkabel übrig.
  • sehr geringe Lautstärke, laut c't 21/2006 S. 134 nur 0,3 Sone bei Volllast
  • Dem Apple liegt die auf "Apple Remote" getaufte Fernbedienung bei, mit der Problemlos iTunes oder "Front Row" bedient werden kann
  • Der iMac hat eine eingebaute iSight Webcam die zu den Vergleichsrechner extra dazu gekauft werden müsste, was nicht nur Geld kostet, sondern ein zusätzliches Kabel erfordert und nicht so schön integriert ist
  • Ein internes BlueTooth Modul bietet der iMac serienmäßig, beim Selbstbaurechner kann ein Mainboard gewählt werden mit diesem Feature, der Dell lässt sich nur per USB-Stick aufrüsten, das Selbe gilt für eine WLAN-Karte
  • Wiederverkaufswert: Apple-Rechner lassen sich sehr gut verkaufen. Der Wertverlust ist äußerst gering, wer will kann sich per eBay überzeugen

  • Ein paar kleine Nachteile hat der Apple Rechner allerdings auch:

  • eingeschränkte Erweiterbarkeit: Festplatte lässt sich tauschen, zwei Festplatten sind nicht möglich. Es gibt nur zwei RAM Steckplätze: beim aufrüsten muss der alte RAM also entfernt werden und ist dann übrig.

  • Fazit: Der Apple iMac kann auch preislich durchaus mit der Konkurrenz mithalten. Der etwas höhere Anschaffungspreis fällt auf die zusätzlichen Features die er gut integriert schon von Haus aus schon mitbringt (iSight, Apple Remote, etc.). Wird der geringe Wertverlust in der Rechnung beachtet ist der iMac allerdings ein sehr lohnende Investition, auch wenn die axtra-Features keine Anwendung finden.



    created by Corni, view: Changelog, Temp, Blog